Jahresabschluss 2011/2015 – Pio XII Institute

 

Der vom Präsidenten (PRE), mit dem das Institut PIO XII zusammenarbeitet, definierte Auftrag lässt sich wie folgt zusammenfassen:
„dem asthmakranken Kind einen Aufenthalt in Höhenlage anzubieten, um eine Remissionsphase seiner Atemerkrankung zu gewährleisten und hierdurch die Notwendigkeit einer pharmakologischen Behandlung zu eliminieren oder zu reduzieren“.
Die Qualitätspolitik verlangt, dass in Übereinstimmung mit dem Unternehmensauftrag, das Management aller internen Ablaufprozesse der Anwendung des Qualitäts-Management-Systems gemäß der Norm UNI EN ISO 9001 2008 unterliegt.

Dieses System erfordert eine systematische, geplante, dokumentierte Regelung der innerhalb der Unternehmensorganisation angewendeten organisatorischen und technischen Tätigkeiten, die auf die Erfüllung nachstehender Ziele abzielen:

  • kontinuierliche Verbesserung der Prozessmanagement-Modi zum Erreichen von quantitativ und qualitativ stets besserer Ergebnisse;
  • das Erlangen eines hohen Effizienzniveaus und eines von Effizienz geprägten Pflege- und Rehabilitationsservices für von Asthma betroffene Kinder.

Die Umsetzung der gesteckten Ziele anhand einer Qualitätspolitik soll nicht zuletzt auch anhand einer sorgfältigen und pünktlichen Anwendung der im Qualitätshandbuch enthaltenen Angaben erzielt werden, das das vom Institut Pio XII umgesetzte Qualitätsmanagementsystem definiert und beschreibt. Die Führungsebene des Instituts bemüht sich in der Person des Präsidenten (PRÄ) und wissenschaftlichen Sanitätsdirektors (WSD), im Hinblick auf die Festigung und Verbesserung des Institut-Images die volle Umsetzung und kontinuierliche Entwicklung des Qualität-Management-Systems zu gewährleisten. Wichtiger Bestandteil dessen sind auch der Einsatz und die Professionalität des gesamten Personals.

Zur Gewährleistung einer umfassenden Umsetzung der Unternehmenspolitik und gewünschten Qualität verpflichtet sich das Institut:

  • Nutzern einen wirksamen und mit den von der Norm UNI EN ISO 9001:2008 vorgeschriebenen Anforderungen übereinstimmenden Service anzubieten;
  • im Qualitätshandbuch die im Unternehmen vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu beschreiben und einen Service mit Qualitätsgarantie zu bieten;
  • Personen-, Sach- und Umweltschäden vorzubeugen;
  • die Sicherheit des Personals und die Schulung der beschäftigten Mitarbeiter zu garantieren;
  • einer möglichen Nicht-Konformität, die das Image und die Vorgehensweise beschädigen könnte, vorzubeugen;
  • Nicht-Konformitäten zu erfassen und zu prüfen, um das angewendete Qualitätssystem durch zweckmäßige Schritte zu verbessern;
  • sicherzustellen, dass die Vorgaben der Norm UNI EN ISO 9001:2008 langfristig angewendet und bewahrt werden;
  • das Qualitätssystem im Hinblick auf die Lieferung eines Spitzenservices implementieren.

Der Beauftragte der Firmenleitung (BFL) hat in seiner Eigenschaft als Wissenschaftlicher Sanitätsdirektor (WSD) des Instituts Pio XII die Aufgabe, das Qualitätssystem zu verwalten und die Applikation des Qualitätshandbuchs im Hinblick auf die Gewährleistung nachstehender Punkte vorzubereiten und zu befolgen:

  • Einheitlichkeit der Anwendung der im Rahmen der Unternehmensqualität vorgesehenen Politik, die hier in Übereinstimmung mit dem Unternehmensauftrag formuliert ist;
  • Prüfung anhand von hausinternen Inspektionsbesuchen, die alle Verwaltungsbereiche einbeziehen und darauf abzielt, dass alle vom Qualitätsmanagementsystem vorgesehenen Maßnahmen angewendet, beibehalten und verbessert werden.
  • die Koordination von verantwortlichen Leitern des Unternehmens, Nutzern und ihrer Familien, Zertifizierungsbehörden für das Qualitätsmanagement und der Verwaltung anderer verbindlicher Systeme.

Das gemäß der Anwendung des Qualitätshandbuchs und der darin genannten Dokumente umgesetzte OMS wird gemäß den betreffenden Richtlinien gehandhabt. Es ist Aufgabe der Direktion (PRÄ) und des Qualitätsbeauftragten (QB), unterstützt durch den Assistenten (AGB) alle organisatorischen und technischen Maßnahmen, die zum langfristigen Erhalt des Qualitätsmanagementsystems für notwendig erachtet werden, zu beurteilen und anzuwenden.

Das Institut sieht vor, seinen Auftrag auf der Grundlage nachstehender POLITIKEN zu erfüllen:

AUFTRAG 1

Das Kind hat ein Anrecht auf den maximal erreichbaren Gesundheitsgrad und die bestmögliche Pflege; es hat ein Anrecht auf umfassende Unterstützung. Das gesamte Personal des Instituts PIO XII „kümmert sich” neben der „Pflege” um das Kind und seine Familie und beweist neben der spezifischen sozialen und gesundheitlichen Pflege Nächstenliebe und liebende Fürsorge, die täglich durch die Krankheit des Kindes wieder erweckt wird. Unser Institut verpflichtet sich zur Förderung der Gesundheit und der Vorbeugung von Krankheiten durch erzieherische Beiträge im Bereich der Sozial- und Gesundheitspflege. Darüber hinaus verpflichtet es sich, seine professionellen Kompetenzen im Hinblick auf eine herausragende wissenschaftliche und technische Entwicklung kontinuierlich auf den neuesten Stand zu bringen.

AUFTRAG 2

Das Kind hat ein Anrecht auf die Kontinuität der Behandlungen. Das Institut garantiert die Aufnahme des Patienten durch ein aus Ärzten, Krankenschwestern, Erziehern und religiösen Personen bestehenden Team, das den Patienten auf seinem sozial-gesundheitlichen und Bildungsweg im FORM. 01.1 Unternehmenspolitik Rev. 02 S. 3 von 4Institut und nach seiner Entlassung begleitet. Es fördert und bewahrt die Zusammenarbeit mit der Familie und den auf dem Gebiet ansässigen Strukturen, um die therapeutische und soziale Kontinuität zu gewährleisten. Das Personal bemüht sich, dem Kind und seiner Familie alle für einen möglichst selbständigen Umgang mit der Krankheit erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln.

AUFTRAG 3

Das Institut garantiert jederzeit die Nähe der Familienangehörigen oder einer anderen Bezugsperson in Übereinstimmung mit den klinischen und organisatorischen Erfordernissen. Das Personal verpflichtet sich, zu dem stationär aufgenommenen Kind bedeutende menschliche Beziehungen aufzubauen und diese zu erhalten.

AUFTRAG 4

Das Kind hat ein Anrecht auf den Schutz seiner physischen, psychischen Entwicklung sowie auf die seiner sozialen Kompetenz; das Institut garantiert die Kontinuität und Weiterverfolgung des sozialen und gesundheitlichen, erzieherischen und schulischen Wegs (sowohl über die vor Ort in Cortina d’Ampezzo befindliche Schule als auch über nahe gelegene Einrichtungen).

AUFTRAG 5

Das Kind hat das Recht, als Person angesehen zu werden und mit Sensibilität und Verständnis bezüglich seiner Privatsphäre behandelt zu werden. Das gesamte Personal des Instituts PIO XII verpflichtet sich, das Kind namentlich zu identifizieren und seine kulturelle Identität sowie seinen religiösen Glauben zu respektieren. Der Ansatz gegenüber dem Patienten ist personenbezogen und sieht die erforderliche Berücksichtigung der Anforderungen des Kindes und seiner Familienangehörigen vor. Das Institut PIO XII verpflichtet sich, zur Gewährleistung der Berücksichtigung des Schamgefühls und der Privatsphäre des Kindes und seiner Familie.

AUFTRAG 6

Kinder und Eltern haben das Recht, in Abhängigkeit vom Alter und Verständnisgrad auf geeignete Weise informiert zu werden. Das Personal informiert Eltern und Kinder über den Gesundheitszustand sowie über gesundheitsrelevante, erzieherisch-bildungsrelevante und soziale Schritte, denen das Kind unterzogen wird.

AUFTRAG 7

Das Kind hat das Recht, in diagnostische und therapeutische Entscheidungen zu seiner Person einbezogen zu werden. In Abhängigkeit vom Reifegrad des Kindes schrittweise bewusst erfolgende Zustimmungen/Widersprüche sind zu jedem Zeitpunkt zu fördern und auch, bzw. vor allem über die Familienbeziehungen anzustreben. Klinische und Grundlagenstudien zum Minderjährigen dürfen ausschließlich nach erfolgter Zustimmung des Ethikkomitees des Gebiets erfolgen und sind immer an die Zustimmung derer gebunden, die die elterliche Verantwortung tragen.

AUFTRAG 8

Das Kind hat das Recht möglichst wenig invasiven und schmerzhaften diagnostischen und therapeutischen Eingriffen unterzogen zu werden. Die Mitarbeiter des Instituts PIO XII haben ein besonderes Augenmerk auf das Leid des Kindes, auch wenn dieses nicht zum Ausdruck gebracht wird, und begegnen diesem durch die Bezeugung ihres Glaubens und die ihre fachliche Kompetenz ergänzende liebevolle Teilnahme. Das gesamte Personal ist angehalten, dem Kind und seinen Familienangehörigen menschliche Unterstützung zu Teil kommen zu lassen, um das Aufkommen von Leid zu verhindern und dessen Wahrnehmung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Darüber hinaus setzt es alle zur Begrenzung von Angstsituationen, Heimweh, Angstzustände und Stress erforderlichen Maßnahmen um. Das Institut PIO XII garantiert, dass das Kind keinen überflüssigen oder schädlichen diagnostischen Untersuchungen und therapeutischen Behandlungen unterzogen wird.

AUFTRAG 9

Das Kind muss vor jeder Form der Gewalt, Verlassenheitsgefühlen und physischer sowie moralischer Nachlässigkeit geschützt werden. Das Institut PIO XII bewahrt während und nach der stationären Behandlung das Berufsgeheimnis. Wo dies erforderlich ist, informiert es die für den Schutz von Minderjährigen vor Vernachlässigung oder physisch-psychischer bzw. moralischer Gewalt oder Gefahrensituationen zuständigen Stellen. Zur Gewährleistung der erforderlichen Unterstützung des bedürftigen Kindes garantiert es eine enge Zusammenarbeit mit Familienangehörigen, den im Gebiet ansässigen sozialen und religiösen Einrichtungen.

AUFTRAG 10

Das Kind hat das Recht, unterstützt zu werden, seine Würde zu bewahren und jederzeit und überall Respekt zu erfahren. Das Personal des Instituts ist dafür da, die Gesundheit und die Lebensqualität des Kindes zu verteidigen, sein Leid lindernde Behandlungen anzubieten und sich nicht auf vergebliche Diagnosen und Therapien zu versteifen. Während des Aufenthalts im Institut wird das Kind jederzeit gemeinsam mit seiner Familie von Ärzten, Krankenschwestern, religiösen Personen und Psychologen unterstützt und begleitet, die Behandlungswege wohlwissend mit menschlicher Teilnahme zu verbinden wissen. Das für die soziale, gesundheitliche und religiöse Betreuung zuständige Personal steht dem Kind und seiner Familie auch nach der Entlassung bei und garantiert die Kontinuität der Unterstützung und Hilfe.

AUFTRAG 11

Das Institut Pio XII hat einen öffentlichen Auftrag. Diese Tätigkeit basiert auf den festgelegten Grundsätzen der Richtlinie des Ministerpräsidenten vom 27. Januar 1994.