Behandlung von Asthma und Atemwegserkrankungen

ASTHMA

Was ist Asthma?

Asthma ist eine chronische Lungenkrankheit, die durch Atemwegssymptome wie Atemnot, pfeifende Atmung, Gespür der Beklemmung in der Brust und Husten gekennzeichnet ist, die insbesondere nachts und/oder früh morgens auftreten und sich im Laufe der Stunden, Tage, Wochen und Monate ändern können. Bei normaler Atmung strömt die Luft frei in die Lungen ein und wieder heraus. Bei unbehandeltem Asthma hingegen entzünden sich die Luftwege und werden überempfindlich gegenüber Umweltveränderungen, weshalb schnell ein Asthmaanfall auftreten kann. Während des Anfalls schwillt die Schleimhaut der Luftwege an, die umgebenden Muskeln ziehen sich zusammen und der Schleim behindert die kleineren Luftwege in der Lunge und macht somit die Atmung schwierig. Obwohl Asthma nicht definitiv heilbar ist, kann es wirksam behandelt werden: Die Forschung zeigt, dass durch eine angemessene Behandlung fast alle Patienten eine gute Kontrolle des Asthmas erzielen und beibehalten und demzufolge unbehindert die Schule besuchen, zur Arbeit gehen und einen normalen Lebensstil führen können.

Ursachen von Asthma

Asthma tritt auf, wenn ein zur Entwicklung der Krankheit veranlagter Mensch mit Reizfaktoren oder Stoffen in Kontakt kommt, auf die er allergisch geworden ist.

Wissenschaftlichen Forschungen zufolge kann man zu den Faktoren, die einen Menschen für Asthma anfällig machen, genetische Veranlagung (was die höhere Häufigkeit von Asthma in gewissen Familien erklärt), Vorhandensein von Allergenen, weibliches Geschlecht, Volkszugehörigkeit und Übergewicht zählen. Durch die Krankheit bedroht zu sein, bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass diese im Laufe des Lebens wirklich auftreten wird: Würde ein veranlagter Mensch in einem „risikofreiem“ Umfeld leben, könnte sie durchaus niemals auftreten. Deshalb sind angemessene Hygienevorschriften und ein korrekter Lebensstil, vor allem im Kindesalter, so wichtig, wie zum Beispiel minimaler Kontakt mit Schadstoffen mit aktivem oder passivem Rauch und Allergenen

ALLERGOPATHIEN DER ATEMWEGE

Allergische Rhinitis

Die saisonbedingte oder fortwährend andauernde allergische Rhinitis umfasst eine Gesamtheit akuter, klinischer Erscheinungen wie Rhinorrhoe (laufende Nase), Niesen, Jucken und verstopfte Nase. Diese Symptome beruhen auf einer spezifischen Immunreaktion gegenüber einem üblicherweise eingeatmeten Allergen (wie Pollen, Pilzsporen und Milben), das einen Entzündungsprozess der Nasenschleimhaut auslöst.

Eine weitaus stärker verbreitete Pathologie als man denkt, die, obwohl sie allgemein nicht als schwere Krankheit betrachtet wird, die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigt und zu Einschränkungen der gesellschaftlichen Beziehungen, in der Freizeit sowie der Schul- und Arbeitsleistung führt.

Asthma und allergische Rhinitis

Alle an allergischer Rhinitis Leidende sollten unter ärztlicher Kontrolle stehen, um das gleichzeitige Auftreten von Bronchialasthma und umgekehrt zu überprüfen.

Eingehende Studien haben gezeigt, dass eine enge Wechselbeziehung zwischen diesen zwei Krankheiten besteht. Die allergische Rhinitis kann als eine Art „Kontrollleuchte” von Asthma betrachtet werden, da sie sehr oft damit im Zusammenhang steht und das Risiko des Auftretens von Asthma erhöht oder in vielen Fällen  dessen Entstehung vorausgeht.

Allergische Konjunktivitis

Die allergische Konjunktivitis ist ein Entzündungsprozess der Bindehaut, der ebenfalls wie bei der Rhinitis durch Allergene, chemische und physikalisch wirkende Mittel oder Infektionen ausgelöst wird. Sie weist eine typische klinische Symptomatik wie Jucken und Rötung der Augen, Lichtunverträglichkeit (Photophobie), Anschwellen der Augenlider, Vorhandensein von Augensekretion auf.

Atopische Dermatitis

Die atopische Dermatitis ist eine chronische Hauterkrankung, gekennzeichnet durch klinische Symptome wie Juckreiz, ekzematöse Läsionen, Xerose (trockene Haut) und Lichenifikation der Haut. Grundlage dieser Erscheinung ist eine genetische Veranlagung, die eine übermäßige Reaktion auf gewisse Umweltreize (Atopie) bedingt. Was dazu führt, dass die Dermatitis oft gemeinsam mit anderen atopischen Umständen wie Asthma, allergische Rhinitis, Nesselsucht, Nahrungsmittelallergien, usw. auftritt.

Wheezing

Wheezing, sprich eine pfeifende Atmung tritt bei den meisten Kleinkindern im Alter von 2 bis 5 Jahren mindestens ein Mal auf. Jedoch nur 30 % von ihnen werden Bronchialasthma bekommen, währenddessen bei 60 % der Fälle binnen des Schulalters keine Beschwerden mehr auftreten werden. Eine Studie mit 1.246 Kindern hat „Wheezing” im Vorschulalter auf Grundlage des Verhältnisses zwischen Infektionen der unteren Atemwege innerhalb der ersten 3 Jahre und der folgenden Entstehung von Asthma als transitorisch, atopisch und nicht atopisch klassifiziert.

Die Atmung betreffende Symptome bei Nahrungsmittelallergien

Einige Patienten mit Asthma leiden auch an Allergien gegen gewisse Lebensmittel. Sind diese Patienten Lebensmittelallergenen ausgesetzt, können diese Allergene asthmatische Symptome wie Husten, Gespür der Beklemmung in der Brust und Schwierigkeiten beim Atem auslösen.

Chronischer Husten

Hartnäckiger Husten (der länger als 15 Tage andauert) oder chronischer Husten (der seit mehr als 3-4 Wochen andauert) kann durch aufeinanderfolgende Infektionen der oberen Atemwege (insbesondere bei Kindern im Vorschulalter), Rhinosinusitis oder Sinusitis, Lungenentzündungen, Infektionen durch atypische Bakterien wie Mycoplasma oder Chlamydia verursacht werden.